Else Kröner Clinician Scientist Professuren

Klinische Tätigkeit und Forschung für eine Verbesserung der anwendungsbezogenen und patientenorientierten medizinischen Forschung (Clinician Scientist).
Else Kröner Clinician Scientist Professuren

Bewerben können sich Ärztinnen und Ärzte von Universitätsklinika oder anderen Forschungseinrichtungen mit Patientenversorgung in Deutschland,

  • die in Forschung, Patientenversorgung und Lehre herausragende Leistungen erzielt haben
  • die ein Clinician Scientist-Programm durchlaufen haben oder eine mindestens einjährige Freistellung von klinischen Aufgaben für Forschungszwecke nachweisen können
  • die ein innovatives, überzeugendes und international kompetitives wissenschaftliches Arbeitsprogramm verfolgen
  • die 1982 und später geboren sind. Diese Altersgrenze kann im begründeten und vorab mit der Stiftung abzuklärenden Einzelfall durch Familienzeiten (wie Schwangerschaft, Elternzeiten oder Pflege von Angehörigen), Wehr- oder Zivildienst oder Vergleichbares erhöht werden. 

Voraussetzung für eine Bewerbung ist von Seiten des aufnehmenden Universitätsklinikums und der Medizinischen Fakultät:

  • die vertraglich festgelegte Forschungszeit von 50% der Arbeitszeit für den Forschungsanteil der Professur
  • die Weiterbeschäftigung und Übernahme der Personalkosten für den Patientenversorgungsanteil (50% der Arbeitszeit) in der erfahrungsangemessenen Stufe nach TVÄ mit Zulagen
  • der Professorentitel bevorzugt als Berufung auf eine W-Professur zumindest für die Laufzeit der Clinician Scientist Professur
  • die Bereitstellung der Möglichkeiten in Organisation und Infrastruktur (wie klinische Position, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Forschungsflächen, Laborausstattung) für die erfolgreiche Umsetzung einer Clinician Scientist Tätigkeit. 

Die Habilitation ist keine Bedingung, eine abgeschlossene Facharztweiterbildung wird erwartet.


Bitte beachten Sie für diese Förderlinie stets unsere aktuellen Ausschreibungen. Diese finden Sie im Menü "Aktuelles" unter Ausschreibungen.

Else Kröner Clinician Scientist Professuren 2021

PD Dr. Dr. Mahir Karakas, Klinik für Intensivmedizin, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Else Kröner Clinician Scientist Professur: "Translationale Forschung und innovative klinische Studien"

Die COVID-19-Pandemie hat die Wichtigkeit einer raschen Überführung von Erkenntnissen aus der molekularen und klinischen Forschung in die Anwendung an Patientinnen und Patienten verdeutlicht. Die „W3-Professur für translationale Forschung und innovative klinische Studien“ verfolgt das Ziel, im interdisziplinären Ansatz die vielfältigen Daten aus klinisch-epidemiologischen Datenbanken, Bildgebung, Bioinformatik und Molekularbiologie zu integrieren und in leitlinienrelevante klinische Studien und individualisierte Therapieansätze zu überführen. Auf diese Weise soll klinische Innovation beschleunigt werden, und die relevanten Forschungsergebnisse sollen schneller aus dem Labor zu den Patientinnen und Patienten gelangen. Hierdurch soll eine effizientere Entwicklung neuer Medikamente und Therapien ermöglicht und das therapeutische Handeln im klinischen Alltag verbessert werden. Inhaltlich orientiert sich die in der Klinik für Intensivmedizin angesiedelte Professur dabei besonders an den beiden Schwerpunkten der Fakultät der Herz-Kreislauf-Forschung und dem Forschungsbereich Immunologie, Inflammation und Infektiologie.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Apl. Prof. PD Dr. Constanze Schmidt, Abteilung für Kardiologie, Universitätsklinikum Heidelberg

Else Kröner Clinician Scientist Professur: "Professur für Atriale Arrhythmopathie"

Vorhofflimmern ist mit drei bis vier Prozent Betroffenen in der Bevölkerung und einer stetig wachsenden Patientenzahl nicht nur die häufigste Herzrhythmusstörung weltweit, sondern auch eine wesentliche Ursache thrombembolischer Ereignisse. Aktuell zur Verfügung stehende Therapieoptionen zeigen hohe Rezidivraten und eine mangelnde Effizienz. Hintergrund hierfür ist, dass die dem Vorhofflimmern zugrunde liegenden pathophysiologischen Mechanismen einer atrialen Kardiomyopathie nur unzureichend verstanden sind. Der Schwerpunkt der Professur für „Atriale Arrhythmopathie“ liegt deshalb in der Aufdeckung molekularer und zellulär elektrophysiologischer Ursachen, die zur Entstehung einer atrialen Kardiomyopathie führen. Aufbauend auf der Erforschung der wesentlichen pathophysiologischen Mechanismen sollen neue Therapieansätze zur Behandlung des Vorhofflimmerns etabliert werden.

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PD Dr. Lena Seifert, Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus der Technischen Universität Dresden

Else Kröner Clinician Scientist Professur: "Die Entschlüsselung des Zusammenspiels immunologischer Ausweichmechanismen und metabolischer Faktoren in der Onkogenese und Metastasierung im Pankreaskarzinom"

Tumorzellen können dem Immunsystem durch verschiedene immunologische Ausweichmechanismen entgehen. Einige Immuntherapien können diese Ausweichmechanismen blockieren und ermöglichen dem Immunsystem den Tumor anzugreifen. Mit dieser therapeutischen Strategie wurden bereits beeindruckende Behandlungserfolge bei verschiedenen Krebsarten erzielt, jedoch nicht beim Bauchspeicheldrüsenkrebs. Ein detailliertes Verständnis der komplexen immunologischen Vorgänge beim Bauchspeicheldrüsenkrebs wird daher dringend benötigt. Einen entscheidenden Einfluss auf das Ansprechen von Immuntherapien haben die Stoffwechselanforderungen der Tumor- und Immunzellen. Die Forschungsarbeiten von PD Dr. Lena Seifert haben das Ziel, wichtige Wechselwirkungen zwischen immunologischen Ausweichmechanismen und metabolischen Anforderungen beim Bauchspeicheldrüsenkrebs zu entschlüsseln. Hierauf aufbauend sollen innovative Therapien für Bauchspeicheldrüsenkrebs entwickelt werden.

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PD Dr. Dr. Sebastian Zundler, Medizinische Klinik 1, Universitätsklinikum Erlangen

Else Kröner Clinician Scientist Professur: "Translationale Perspektiven der Immunzellwanderung"

Die Wanderung von Immunzellen zwischen und innerhalb verschiedener Organe spielt eine entscheidende Rolle bei der Entstehung chronischer Entzündungen. Insbesondere bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa, ist dies gut untersucht und hat bereits zu neuen Therapien geführt.
Im Rahmen der Clinician Scientist Professur sollen innovative Ansätze rund um die Immunzellwanderung erforscht werden, um neue Behandlungsansätze zu entwickeln und bestehende Behandlungskonzepte zu optimieren. Dabei verfolgt PD Dr. Zundler schwerpunktmäßig das Ziel, herauszufinden, wie Immunzellen im Gewebe zu Erkrankungsschüben führen, wie die Verformbarkeit von Immunzellen ihre Wanderungsbewegungen beeinflusst, wie die Immunzellwanderung zur Kommunikation des Darms mit anderen Organen beiträgt und wie die Wirksamkeit von an der Zellwanderung angreifenden Therapien personalisiert vorhergesagt werden kann.

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Else Kröner Clinician Scientist Professuren 2020

PD Dr. Konrad Aden, Klinik für Innere Medizin I & Institut für Klinische Molekularbiologie, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel

Else Kröner Clinician Scientist Professur: „Einfluss des Aminosäuremetabolismus auf intestinale Immunität und chronische Entzündungsprozesse“

Konrad Aden beschäftigt sich mit der molekularen Pathogenese chronisch entzündlicher Darmerkrankungen. Chronisch entzündliche Darmerkrankungen sind durch tiefgreifende Veränderungen des Stoffwechsels von z.B. Aminosäuren charakterisiert. Welche Ursachen dieser fehlgeleitete Stoffwechsel hat und ob man Erkenntnisse darüber in passgenauerer diagnostische oder therapeutische Behandlungsansätze überführen kann, ist Zielsetzung seiner Arbeit. Hierbei versucht er, das Wechselspiel zwischen Aminosäurestoffwechsel und immunologischen Prozessen in der Darmschleimhaut mittels Patientenkohorten, patienteneigenen Darmorganoiden und Mausmodellen der chronischen Entzündung genauer zu verstehen. Daraus sollen neue Stoffwechsel-basierte therapeutische Interventionspunkte für die Behandlung chronisch entzündlicher Darmerkrankungen entwickelt werden.

PD Dr. Sonja Suntrup-Krüger, Klinik für Neurologie mit Institut für Translationale Neurologie, Universitätsklinikum Münster

Else Kröner Clinician Scientist Professur: „Neurogene Dysphagie – Pathophysiologie, Diagnostik und innovative Therapiestrategien“

Der Schluckakt unterliegt einer komplexen Steuerung innerhalb des Nervensystems. Daher stellen Schluckstörungen (Dysphagien) ein häufiges Symptom vieler neurologischer Erkrankungen, z.B. nach einem Schlaganfall, dar. Die Folgen wie Lungenentzündungen, Mangelernährung und Notwendigkeit dauerhafter Sondenernährung sind schwerwiegend. PD Dr. Sonja Suntrup-Krüger befasst sich mit verschiedenen Neurostimulationsverfahren, die das Gehirn zur effektiveren Umorganisation für ein Wiedererlernen der Schluckfunktion nach einer Schädigung anregen sollen (Neuroplastizität). Im Rahmen ihrer Professur möchte sie mit Methoden der funktionellen Bildgebung zunächst ein genaueres Verständnis von den spontanen Anpassungsvorgängen des Gehirns bei verschiedenen Erkrankungen bekommen, um diese innovativen Therapieansätze anschließend spezifisch weiter zu entwickeln.

PD Dr. Dennis Wolf, Klinik für Kardiologie und Angiologie I, Universitäts-Herzzentrum Freiburg-Bad Krozingen und Universitätsklinik Freiburg

Else Kröner Clinician Scientist Professur: „Kardiovaskuläre System-Immunologie“

Immunzellen des adaptiven Immunsystems, so genannte T- und B-Zellen schützen den Körper eigentlich vor Eindringlingen wie Viren und Bakterien. Bei Autoimmunerkrankungen ist die Aktivität einiger, so genannter autoreaktiver, Immunzellen jedoch unkontrolliert. Sie richten sich dann gegen körpereigene Proteine und greifen den Körper an. Auch bei der Atherosklerose, einer chronischen entzündlichen Erkrankung von Arterien, die zu Herzinfarkten und Schlaganfällen führt, lassen sich solche autoreaktive Immunzellen nachweisen. Im Rahmen der Professur untersucht Wolf die zelluläre Immunantwort bei atherosklerotischen Erkrankungen, um neue diagnostische und therapeutische Strategien bei immun-vermittelten kardiovaskulären Erkrankungen zu entwickeln.

Else Kröner Clinician Scientist Professuren 2019

PD Dr. Ihsan Ekin Demir, Ph.D., Klinik und Poliklinik für Chirurgie, Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München

Else Kröner Clinician Scientist Professur: Translational Pancreatic Surgery

Ihsan Ekin Demir erforscht den Einfluss des Nervensystems auf die Entstehung und den Verlauf von Bauchspeicheldrüsenkrebs. Die Tumorzellen der Bauchspeicheldrüse befallen in fast 100 Prozent der Fälle die Nerven und nutzen diese zur frühen Tumorausbreitung aus. Im Rahmen der Professur möchte Demir neue molekulare Therapiestrategien gegen diese sogenannte „nervale Invasion“ entwickeln

PD Dr. Ihsan Ekin Demir, Ph.D. studierte an der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg und an der Technischen Universität in München Humanmedizin und wurde 2011 in München zum Dr. med. promoviert. Im Anschluss arbeitete er als Assistenzarzt an der Klinik und Poliklinik für Chirurgie (Direktor: Univ.-Prof. Dr. H. Friess) am Klinikum rechts der Isar der TUM. Die Facharztausbildung für Viszeralchirurgie beendete er 2016 erfolgreich. Während der Facharztausbildung absolvierte er das PhD-Programm der TU München, um neben der klinischen Tätigkeit auch weiterhin als Wissenschaftler arbeiten zu können. Seine Habilitation erwarb er 2016 in München. Seit 2019 ist er als Funktionsoberarzt an der Klinik und Poliklinik für Chirurgie des Klinikums rechts der Isar der TUM tätig und leitet das Pankreas-Forschungslabor der Klinik für Chirurgie. 2019 wurde er mit dem renommierten Preis „Rising Star Award“ der United European Gastroenterology (UEG) ausgezeichnet.

PD Dr. Sascha Dietrich, Klinik für Hämatologie, Onkologie, Rheumatologie, Universitätsklinikum Heidelberg

Else Kröner Clinician Scientist Professur: Ansätze der Künstlichen Intelligenz zur Etablierung personalisierter und zielgerichteter Therapien für Leukämien und Lymphome

Sascha Dietrich verfolgt das Ziel, für Patientinnen und Patienten mit Leukämien und Lymphomen die am besten passende Therapie vorherzusagen und belastende Nebenwirkungen einer erfolglosen Therapie zu vermeiden. Hierfür werden die Tumorzellen auf unterschiedlichen Ebenen sehr ausführlich charakterisiert und mit Methoden der „künstlichen Intelligenz“ mit dem klinischen Verlauf verknüpft, um individuelle Vorhersagen für das Therapieansprechen treffen zu können.

Das Studium der Humanmedizin schloss PD Dr. Sascha Dietrich 2008 mit der Promotion an der Friedrich-Schiller-Universität Jena ab. Im Rahmen seiner Facharztausbildung für Innere Medizin und Hämatologie-Onkologie am Universitätsklinikum Heidelberg spezialisierte er sich auf lymphatische Malignome und zelluläre Therapieverfahren wie die allogene Stammzelltransplantation. Neben der internistischen Ausbildung erlangte er 2011 die Qualifikation zum Notfallmediziner. Im Anschluss an die Facharztausbildung absolvierte er 2014 eine zweijährige Post-doc Ausbildung in Bioinformatik am European Molecular Biology Laboratory (EMBL) in Heidelberg. Im Jahr 2016 wurde er zum Oberarzt an der Klinik für Hämatologie, Onkologie, Rheumatologie in Heidelberg ernannt. Seit 2016 ist er Gruppenleiter der Nachwuchsgruppe auf dem Gebiet der Systemmedizin, die durch das BMBF gefördert wird. Zudem ist er seit 2017 als Gruppenleiter für die Molecular Medicine Partnership Unit tätig. 2017 erwarb er an der Universität in Heidelberg die Habilitation.