Else Kröner Clinician Scientist Professuren

Klinische Tätigkeit und Forschung für eine Verbesserung der anwendungsbezogenen und patientenorientierten medizinischen Forschung (Clinician Scientist)
Else Kröner Clinician Scientist Professuren

Bekanntgabe der
Clinician Scientist Professuren 2019

Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung hat PD Dr. Luise Erpenbeck, PD Dr. Ihsan Ekin Demir, Ph.D
und PD Dr. Sascha Dietrich für die Else Kröner Clinician Scientist Professuren 2019 ausgewählt. Auf Empfehlung der Wissenschaftskommission der Stiftung traf der Stiftungsrat am 15. Juli die Entscheidung. Mit jeweils 1 Million Euro werden die drei herausragenden Wissenschaftler für maximal 10 Jahre im Rahmen einer Clinician Scientist Professur gefördert.

PD Dr. Luise Erpenbeck

Clinician Scientist Professur: Translationale Immundermatologie
Universitätsmedizin Göttingen, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie

Das angeborene Immunsystem schützt den Körper vor Eindringlingen wie Bakterien oder Viren, allerdings kommt es dabei häufig zu „Kollateralschäden“ wie überschießenden Entzündungsreaktionen. Auch bei Tumorerkrankungen und Autoimmunität spielt es eine entscheidende Rolle. „Wir untersuchen die Abwehrmechanismen des angeborenen Immunsystems und entwickeln Therapien gegen deren Fehlregulation “, erklärt Erpenbeck ihre Professur

Foto PD Dr. Erpenbeck

PD Dr. Luise Erpenbeck studierte an der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg und der Georg-August Universität Göttingen Humanmedizin. Ihre Doktorarbeit fertigte sie am Rudolf-Virchow-Zentrum für Experimentelle Biomedizin in Würzburg an und wurde 2011 promoviert. Im Anschluss war sie als Assistenzärztin und als Forscherin in der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie der Universitätsmedizin Göttingen tätig. Es folgte ein zweijähriger Forschungsaufenthalt als Wissenschaftlerin (Postdoc) an der Harvard Medical School in Boston, USA. Im Anschluss daran baute sie eine drittmittelfinanzierte Forschungsgruppe innerhalb der Klinik für Dermatologie in Göttingen auf. Die Facharztprüfung für Dermatologie, Venerologie und Allergologie legte sie 2019 erfolgreich ab. Seit September 2019 ist sie als Fachärztin und Bereichsleiterin für translationale, interdisziplinäre Medizin in der Hautklinik der Universität Göttingen tätig. Ihre Habilitation erfolgte 2020 an der Universität in Göttingen.

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PD Dr. Ihsan Ekin Demir, Ph.D.

Clinician Scientist Professur: Translational Pancreatic Surgery
Klinik und Poliklinik für Chirurgie, Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München

Demir erforscht den Einfluss des Nervensystems auf die Entstehung und den Verlauf von Bauchspeicheldrüsenkrebs. Die Tumorzellen der Bauchspeicheldrüse befallen in fast 100 Prozent der Fälle die Nerven und nutzen diese zur frühen Tumorausbreitung aus. Im Rahmen der Professur möchte Demir neue molekulare Therapiestrategien gegen diese sogenannte „nervale Invasion“ entwickeln.

Foto PD Dr. med. Ihsan Ekin Demir

PD Dr. Ihsan Ekin Demir, Ph.D. studierte an der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg und an der Technischen Universität in München Humanmedizin und wurde 2011 in München zum Dr. med. promoviert. Im Anschluss arbeitete er als Assistenzarzt an der Klinik und Poliklinik für Chirurgie (Direktor: Univ.-Prof. Dr. H. Friess) am Klinikum rechts der Isar der TUM. Die Facharztausbildung für Viszeralchirurgie beendete er 2016 erfolgreich. Während der Facharztausbildung absolvierte er das PhD-Programm der TU München, um neben der klinischen Tätigkeit auch weiterhin als Wissenschaftler arbeiten zu können. Seine Habilitation erwarb er 2016 in München. Seit 2019 ist er als Funktionsoberarzt an der Klinik und Poliklinik für Chirurgie des Klinikums rechts der Isar der TUM tätig und leitet das Pankreas-Forschungslabor der Klinik für Chirurgie. 2019 wurde er mit dem renommierten Preis „Rising Star Award“ der United European Gastroenterology (UEG) ausgezeichnet.

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PD Dr. Sascha Dietrich

Clinician Scientist Professur: Ansätze der Künstlichen Intelligenz zur Etablierung personalisierter und zielgerichteter Therapien für Leukämien und Lymphome
Universitätsklinikum Heidelberg, Klinik für Hämatologie, Onkologie, Rheumatologie

Sascha Dietrich verfolgt das Ziel, für Patienten mit Leukämien und Lymphomen die am besten passende Therapie vorherzusagen und belastende Nebenwirkungen einer erfolglosen Therapie zu vermeiden. Hierfür werden die Tumorzellen auf unterschiedlichen Ebenen sehr ausführlich charakterisiert und mit Methoden der „künstlichen Intelligenz“ mit dem klinischen Verlauf verknüpft, um individuelle Vorhersagen für das Therapieansprechen treffen zu können.

Foto PD Dr. Dietrich

Das Studium der Humanmedizin schloss PD Dr. Sascha Dietrich 2008 mit der Promotion an der Friedrich-Schiller-Universität Jena ab. Im Rahmen seiner Facharztausbildung für Innere Medizin und Hämatologie-Onkologie am Universitätsklinikum Heidelberg spezialisierte er sich auf lymphatische Malignome und zelluläre Therapieverfahren wie die allogene Stammzelltransplantation. Neben der internistischen Ausbildung erlangte er 2011 die Qualifikation zum Notfallmediziner. Im Anschluss an die Facharztausbildung absolvierte er 2014 eine zweijährige Post-doc Ausbildung in Bioinformatik am European Molecular Biology Laboratory (EMBL) in Heidelberg. Im Jahr 2016 wurde er zum Oberarzt an der Klinik für Hämatologie, Onkologie, Rheumatologie in Heidelberg ernannt. Seit 2016 ist er Gruppenleiter der Nachwuchsgruppe auf dem Gebiet der Systemmedizin, die durch das BMBF gefördert wird. Zudem ist er seit 2017 als Gruppenleiter für die Molecular Medicine Partnership Unit tätig. 2017 erwarb er an der Universität in Heidelberg die Habilitation.

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Ausschreibungstext vom 23. Juni 2020
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