Typ-1-Diabetes in Ghana und Deutschland – Immunpathologie zum frühen oder späten Einsetzen der Erkrankung und der Einfluss genetischer und umweltbedingter Faktoren

Förderbeginn
Institution: Klinik für Allgemeine Pädiatrie, Neonatologie und Kinderkardiologie, Universitätsklinikum Düsseldorf
Hauptantragsteller: PD Dr. Julia Seyfarth
EKFS-Förderlinie: Erstantragstellung

Kooperation mit afrikanischen Partnern zur Untersuchung des unterschiedlichen Krankheitsbeginns beim Typ 1 Diabetes: Früh in Deutschland, spät in Ghana

Der Typ-1-Diabetes ist eine Autoimmunerkrankung: Dabei zerstört das Immunsystem die insulinproduzierenden Zellen im eigenen Körper. Die häufigste Stoffwechselerkrankung im Kindesalter bricht in Europa in der Regel im Alter zwischen fünf und 15 Jahren aus. In Subsahara-Afrika hingegen beobachtet man einen im Durchschnitt zehn Jahre späteren Krankheitsbeginn.

Dieses Forschungsprojekt soll klären helfen, warum das so ist. Dazu werden sowohl in Deutschland als auch in Ghana Patientinnen und Patienten mit Typ-1-Diabetes rekrutiert. Es werden Unterschiede in der Reaktion des Immunsystems, aber auch genetische Einflüsse und die Bedeutung von Infektionen untersucht. 800 Patientinnen und Patienten, 300 in Deutschland und 500 in Ghana, sollen in die Studie einbezogen werden. Die Forschung in Kooperation mit Diabetes Spezialisten aus dem Komfo Anokye Teaching Hospital (KATH) in Kumasi und dem Kumasi Centre for Collaborative Research in Tropical Medicine (KCCR), Ghana, soll in eine langfristige Zusammenarbeit münden. Die Erkenntnisse sollen dazu beitragen, neue Ansätze für die Prävention oder Verzögerung des Ausbruchs der Erkrankung zu liefern.