Else Kröner Exzellenzstipendien

Mit dem Else Kröner Exzellenzstipendium erhalten Klinikerinnen und Kliniker auf Oberarztniveau für eine intensive Forschungsphase eine zweijährige Freistellung.
Laboratorio

Wissenschaftliches Arbeiten ist auch an Universitätseinrichtungen für Ärztinnen und Ärzte mit besonderen Herausforderungen und Problemen verbunden. Unter anderem liegt es daran, dass die Anforderungen der klinischen Arbeit im Verlauf der klinischen Karriere keine zusammenhängende Forschungszeit für die Konzentration auf ein wissenschaftliches Forschungsvorhaben erlauben.

Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung schreibt regelmäßig auf dem gesamten Gebiet der Medizin drei Individualstipendien mit einer Laufzeit von zwei Jahren für Ärztinnen und Ärzte nach Abschluss der Weiterbildung zur Fachärztin/zum Facharzt aus. Das Stipendium ist mit insgesamt 330.000 € dotiert, von denen bis zu 80% für die Finanzierung des eigenen tariflichen Gehalts verwendet werden können. Bewerberinnen und Bewerber müssen herausragende Forschungsleistungen vorweisen sowie in verantwortlicher Funktion klinisch tätig sein. Bundesweit werden sechs Stipendien vergeben. Interessierte Ärztinnen und Ärzte bewerben sich bitte persönlich.

Bitte beachten Sie für diese Förderlinie stets unsere aktuellen Ausschreibungen. Diese finden Sie im Menü "Aktuelles" unter Ausschreibungen.

 

Portrait Anne Asschenfeldt
Anne Asschenfeldt
laufende Projektförderung und Stipendien (wissenschaftliche Förderung)

Die EKFS hat Ende 2020 vier Else Kröner Exzellenzstipendien für herausragende in Forschung und Klinik tätige Ärztinnen und Ärzte vergeben. Diese vier Kandidatinnen und Kandidaten konnten mit ihrem Forschungsvorhaben überzeugen und erhalten ein Else Kröner Exzellenzstipendium:

PD Dr. Nataliya Di Donato, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus an der Technischen Universität Dresden, Institut für Klinische Genetik

Exzellenzstipendium: Nicht-muskuläre Aktinfilamente und deren Rolle in Gesundheit und Krankheit

Vererbte oder spontan auftretende Mutationen in den Aktingenen ACTB und ACTG1 können zu Entwicklungsstörungen und Organfehlbildungen führen. Diese sogenannten nicht-muskulären Aktinopathien (NMA) gehören zu den seltenen Erkrankungen. Im Rahmen des Projekts befasst sich PD Dr. Nataliya Di Donato mit den Mechanismen, die zu NMA führen und erforscht die Zusammenhänge zwischen den genetischen Veränderungen und den daraus entstehenden Krankheitsbildern. Ziel ist es, künftig bessere Behandlungsstrategien für Patientinnen und Patienten entwickeln zu können.

Weitere Informationen finden Sie hier.

PD Dr. Robert Schulz, Klinik und Poliklinik für Neurologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Exzellenzstipendium: Nicht-invasive Hirnstimulation des posteroparietalen Kortex – ein neuer Ansatz zur Förderung der Erholung nach einem Schlaganfall?

Die nicht-invasive Hirnstimulation der motorischen Hirnrinde stellt eine mögliche innovative Behandlungsmethode zur Förderung der Erholung bei Schlaganfallpatientinnen und -patienten dar. Sie zeigt jedoch eine hohe interindividuelle Variabilität in ihrer Wirksamkeit. PD Dr. Robert Schulz untersucht, inwiefern eine Gleichstromstimulation einer speziellen Region des Parietallappens einen neuen, alternativen Therapieansatz darstellen könnte. 

Weitere Informationen finden Sie hier.

PD Dr. Franziska Hopfner, Medizinische Hochschule Hannover, Klinik für Neurologie

Exzellenzstipendium: Genetische und epigenetische Architektur im Hirngewebe bei der Multisystematrophie

PD Dr. Franziska Hopfner beschäftigt sich in ihrem Studienprojekt mit der Multisystematrophie (MSA), einer neurodegenerativen Erkrankung aus der Gruppe der Parkinsonsyndrome. Bisher gibt es keine Behandlungsmöglichkeiten, um den raschen Krankheitsverlauf einzudämmen. Mit Hilfe molekularbiologischer Methoden wird Hopfner Gehirngewebe von MSA-Patientinnen und -Patienten mit anderen Parkinsonsyndromen sowie gesunden Kontrollen vergleichen und analysieren, um ein besseres Verständnis für die molekularen Krankheitsmechanismen zu erlangen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

PD Dr. Pascal Johann, Universitätsklinikum Augsburg, 1. Klinik für Kinder und Jugendliche, Kinderonkologie

Exzellenzstipendium: Überwindung von Resistenzmechanismen in Rhabdoidtumoren vermittels Einzelzell-Transkriptom-Sequenzierung

PD Dr. Pascal Johann befasst sich mit Rhabdoidtumoren, einer sehr aggressiven Tumorerkrankung, die hauptsächlich bei Kleinkindern auftritt. Mit Hilfe der Einzelzell-Sequenzierung erforscht Johann die molekularen Ursachen der Therapieresistenz dieser Tumore. Für seine herausragende Forschungsarbeit erhielt er unter anderem den Württembergischen Krebspreis und den Dr. Hildegard Dinter-Lutz Forschungspreis der Gesellschaft für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie (GPOH).

Übersicht der weiteren Exzellenzstipendien

Benjamin Knier, Technische Universität München

Exzellenzstipendium "Optische Kohärenztomographie Angiographie als Prognosefaktor bei Patienten mit Multipler Sklerose" (2019)

Sven Pischke, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Exzellenzstipendium "Untersuchung extrahepatischer Manifestationen von Hepatitis E Virus Infektionen" (2019)

Michael Sommerauer, Universitätsklinkum Köln

Exzellenzstipendium "Multimodal imaging and sleep assessments in Parkinson’s disease at different disease stages: pre-motor, early motor and late motor" (2019)