Immunsystem
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Präklinische Testung von antimikrobiellen und gewebsregenerierenden Kollagenlaminaten für die Regenerative Medizin

Institution: Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie, Universität Mainz, Staatliche Studienakademie Glauchau
Hauptantragstellende: Prof. Dr. Ulrike Ritz und Prof. Dr. Daniela Nickel
Förderlinie:
Translatorik
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Projektvorstellung: 

Ziel dieses Projektes ist die Herstellung eines Produkts mit sowohl regenerationsfördernden als auch antibakteriellen Wirkstoffen. Die unmittelbar im OP auf die einzelnen Patientinnen und Patienten anpassbaren Laminate bestehen aus einem Kollagen enthaltenden Trägermaterial in Membranform mit eingebrachten Wirkstoffen. Die Einzelmembranen, die sowohl biokompatibel als auch bioabbaubar sind, werden durch einfache und kostengünstige photochemische Vernetzung stabilisiert und verbunden. Durch Beladung mit entsprechenden  Molekülen entsteht eine bioaktive Wundauflage, die individuell anpassbar ist und sowohl antimikrobiell wirkt als auch die Geweberegeneration fördert.
Ein Beispiel für die Anwendung dieser neuen Laminatwundeinlage sind offene Schienbeinbrüche (Tibiafrakturen). Diese treten häufig nach Verkehrsunfällen, Sportunfällen und Stürzen aus großer Höhe auf und gehören zu den häufigsten Frakturen der unteren Extremitäten. Die Tibiafraktur ist meist mit schweren Weichteilschädigungen verbunden, die sich leicht entzünden können. Gerade bei dieser Verletzung könnte das Laminat mit einer antimikrobiellen Beschichtung das Infektionsrisiko verringern und durch Zusatz von regenerationsfördernden Biomolekülen im Inneren der Struktur sowohl die Neubildung von Blutgefäßen als auch die Knochenheilung fördern. Weitere Anwendungsmöglichkeiten bestehen bei fast allen chirurgischen Frakturen sowie in der Dentalmedizin und in der Dermatologie, insbesondere bei Verbrennungen oder anderen Hautschädigungen.
 

Weitere Informationen finden Sie hier und über diese Website. 

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