Nachhaltige chirurgische Versorgung: Else Kröner Fresenius Preis für Medizinische Entwicklungszusammenarbeit 2022

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Berlin
Der Preis ist mit 100.000 Euro dotiert und honoriert dieses Jahr Projekte zum Thema „Nachhaltige chirurgische Versorgung“.
Nachhaltige chirurgische Versorgung: Else Kröner Fresenius Preis für Medizinische Entwicklungszusammenarbeit 2022

Der Preis würdigt herausragende Projekte und projektverantwortliche Personen von Organisationen, die zur Verbesserung der medizinischen Versorgung in Entwicklungsländern beitragen.

Im Rahmen der Ausschreibung waren Bewerbungen mit erfolgreichen, partnerschaftlichen Projekten aus OECD DAC gelisteten Ländern erwünscht, die zeigen, wie im Rahmen bilateraler Weiterbildung die chirurgische Versorgung verbessert werden kann. Diese sollten von lokalen Partnern und Partnerinnen getragen werden und in die jeweiligen Gesundheitsstrukturen integriert sein. Dabei war sowohl die Kompetenzerweiterung von medizinischem Personal als auch die Verbesserung der chirurgischen Infrastruktur und Versorgung essentiell. Die Partnerschaft sollte die Chirurgie als essenziellen Bestandteil der lokalen Gesundheitsversorgung stärken.

30%
aller Erkrankungen
müssen weltweit operativ behandelt werden

 

 

Unter „nachhaltiger chirurgischer Versorgung“ sind Maßnahmen zu verstehen, die langfristig ausgelegt sind und in direkter Zusammenarbeit mit lokalen Krankenhäusern und Ärztinnen und Ärzten durchgeführt werden. Dies mit dem Ziel, allen Bevölkerungsschichten, vor allem auch in ländlichen Regionen, eine dauerhafte chirurgische Basisversorgung und Nachsorge zugänglich zu machen.

5 Mrd.
Menschen - v. a. in ressourcenarmen Ländern -
haben keinen Zugang zu chirurgischer Basisversorgung

Die diesjährige Preisträgerin steht bereits fest.

Der Else Kröner Fresenius Preis für Medizinische Entwicklungszusammenarbeit 2022 geht an:

Preisträgerin: Sr. Rita Schiffer

Gynäkologin und ärztliche Leiterin des Attat Hospitals, Äthiopien (Missionsärztliche Schwestern)

Preisträgerprojekt: Nachhaltige chirurgische Versorgung in Attat

Das Attat Hospital wurde 1969 von den Missionsärztlichen Schwestern gegründet. Das Krankenhaus befindet sich 200 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Addis Abeba, im Gurageland, eine der ärmsten Regionen Äthiopiens. Die Einrichtung dient als Anlaufstelle für das Einzugsgebiet von rund einer Million Menschen. Der Hauptgrund sind Probleme bei Schwangerschaften und Geburten, Infektionserkrankungen, Malaria sowie akute Erkrankungen, die operativer Eingriffe benötigen.

Freuen Sie sich auf detaillierte Hintergründe über die Preisträgerin und erhalten Sie tiefere Einblicke in das Preisträgerprojekt bei der feierlichen Preisübergabe: 

Datum und Ort: Freitag, 14. Oktober 2022 ab 18 Uhr im KOSMOS Berlin, Karl-Marx-Allee 131A, 10243 Berlin

Format: Präsenzveranstaltung

Rückfragen: Sarah Pohl, +49 6172 8975-10 oder preisverleihung@ekfs.de

Keynote: "Improving surgical outcomes globally" - Prof. Dr. Andrew Leather | Direktor King‘s Centre for Global Health and Health Partnerships King’s College London

Dr. Bärbel Kofler, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, hält die Begrüßungsrede zum Thema „Bessere Gesundheitssysteme für Frauen – der Schlüssel für nachhaltige Entwicklung". 

Die Teilnahme ist nur durch eine vorherige Anmeldung möglich. Eine Einladung wird im Vorfeld der Veranstaltung persönlich zugesendet.