Inhibition der Rho Kinase als krankheitsmodifizierende Therapiestrategie für neurodegenerative Erkrankungen

Förderbeginn
Institution: Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München
Universitätsmedizin Göttingen
Hauptantragsteller: Prof. Dr. Paul Lingor
Prof. Dr. med. Paul Lingor, Projektleiter und Initiator der geförderten Studie

Das Projekt von Prof. Lingor vom Klinikum rechts der Isar der TU München beschäftigt sich mit neuen krankheitsmodifizierenden Therapiemöglichkeiten für neurodegenerative Erkrankungen, wie z. B. die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) oder den Morbus Parkinson. In Vorarbeiten konnte seine Arbeitsgruppe zeigen, dass Inhibition von Rho-associated protein kinase (ROCK) zu histologischen und funktionellen Verbesserungen in Tiermodellen der genannten Erkrankungen führt. Dies war der Ausgangspunkt für eine aktuell anlaufende klinische Studie, die die Sicherheit, Verträglichkeit und Wirksamkeit des ROCK-Inhibitors Fasudil bei Patienten mit ALS testet (www.rock-als.uni-goettingen.de). Das aktuell von der EKFS geförderte Projekt soll zum einen die erworbenen IP-Rechte sichern (Übernahme von Patentkosten) und zum anderen eine klinische Studie zu Bioäquivalenz von oral verabreichtem Fasudil unterstützen. Bislang ist Fasudil lediglich als intravenöse Applikationsform zugelassen. Die geförderte Studie soll nun untersuchen, ob Fasudil nach oraler Gabe ebenfalls sicher und verträglich ist und ob mit der oralen Gabe Wirkspiegel im Blut und im Liquor aufgebaut werden können, die mit der intravenösen Applikationsform vergleichbar sind. Dies wäre ein wichtiger Schritt, um künftig den Wirkstoff Fasudil auch bei chronischen neurodegenerativen Erkrankungen, wie dem Morbus Parkinson, testen zu können.  

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Projektpartner:
MBM Sciencebridge, Göttingen
AtoZ-CRO, Overath
CTC North, Hamburg