Hat das Geschlecht einen Einfluss auf das Wachstum von Gliomen und hängt dies von intrinsischen Eigenschaften der Tumorzellen oder dem Tumormikroenvironment ab?

Förderbeginn
Institution: Klinik für Neurochirurgie, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel
Hauptantragsteller: Dr. Charlotte Flüh
EKFS-Förderlinie: Erstantragstellung
Charlotte Flüh

Das Glioblastom WHO °IV ist der häufigste und bösartigste primäre hirneigene Tumor im Erwachsenenalter. Männer entwickeln signifikant häufiger Glioblastome und haben ein deutlich rascheres Tumorwachstum als Frauen. Die Ursachen hierfür sind aktuell nicht bekannt. Geschlechtsspezifische Therapieansätze existieren nicht.

30-40 % der Zellen innerhalb eines Glioblastoms sind tumor-assoziierte Mikroglia und Makrophagen. Diese Zellpopulation fördert das Wachstum von Glioblastomen. Es ist bekannt, dass sich männliche und weibliche Mikroglia in Bezug auf die Expression von Genen und Proteinen im gesunden Gehirn deutlich unterscheiden. Wir möchten nun untersuchen, ob das Geschlecht der tumor-assoziierten myeloiden Zellen einen Einfluss auf das Tumorwachstum und die Invasivität hat.

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