Genom-Editierung als Behandlungsstrategie für Duchenne Muskeldystrophie

Förderbeginn
Institution: Klinikum Rechts der Isar, TU München
Hauptantragsteller: Prof. Dr. med. Christian Kupatt
Dem mutierten ∆52 Dystrophin-Gen fehlt Exon 52, weshalb es nicht als Protein exprimiert werden kann. Durch Cas9-vermittelte Deletion von Exon 51 (∆51-52 Dystrophin) wird ein stabiles, wenn auch verkürztes Dystrophin-Protein wiederhergestellt.

Die Duchenne´sche Muskeldystrophie (DMD) ist eine im ersten Lebensjahrzehnt zu Immobilität führende Muskelerkrankung, die häufig aufgrund von Herz- und Atemschwäche eine stark eingeschränkte Lebenserwartung von 3-4 Lebensjahrzehnten aufweist. Die Ursache der Erkrankung ist das völlige Fehlen von Dystrophin, einem sehr großen Muskelprotein, das das Zytoskelett in der Zellmembran verankern hilft. In Großtierexperimenten haben wir gezeigt, dass ein aus zwei AAV-Viren bestehendes Cas9-guide System zu effizienter Dystrophin-Expression führt. Nun werden wir in weiteren präklinischen Untersuchungen mit Tieren, die eine Duchenne Muskelerkrankung aufweisen, eine Optimierung von Virus und Applikation für AAV9-Cas9 im Großtier möglichst Patienten-nah erarbeiten. Neben Dystrophin-Expression soll die Muskel- und Herzfunktion geprüft werden. 

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Projektpartner:
Prof. Dr. med. vet. Eckhard Wolf
Molekulare Tierzucht, Genzentrum
LMU München

Geschwister-Scholl-Platz 1
80539 München

Prof. Dr. Wolfgang Wurst
Helmholtz Zentrum München,
Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH)

Ingolstädter Landstraße 1
85764 Oberschleißheim