Evaluierung von Ivermectin als Wirkstoff gegen Malaria: eine kontrollierte Malariainfektion am Menschen – PREMIVER (PREvention of Malaria with IVERmectin)“

Förderbeginn
Institution: Institut für Tropenmedizin, Reisemedizin, Humanparasitologie, Universitätsklinikum Tübingen
Hauptantragsteller: Prof. Dr. Peter G. Kremsner
Spritze mit Malariasporozoiten

Eine halbe Million Menschen, vor allem Kinder in Afrika südlich der Sahara, versterben an den Komplikationen der Plasmodium falciparum Malaria. Der erfolgreiche Einsatz von Ivermectin gegen Malaria wäre ein bahnbrechender Fortschritt in der Malariakontrolle.

Ivermectin wird bereits seit vielen Jahren für die Bekämpfung vernachlässigter tropischer Infektionskrankheiten wie Flussblindheit und lymphatischer Filariose eingesetzt. Eine prophylaktische Wirkung von Ivermectin auf Malariasporozoiten konnte in der Zellkultur und im Tierversuch nachgewiesen werden.

Was fehlt, ist der Nachweis dieser prophylaktischen Wirkung beim Menschen. In der Studie PREMIVER wird die Wirkung von Ivermectin auf Malariasporozoiten mithilfe einer kontrollierten Malariainfektion am Menschen untersucht: 12 Probanden werden experimentell mit Sporozoiten von Plasmodium falciparum infiziert. 8 Probanden nehmen zwei Stunden vor der Infektion Ivermectin (400 mcg/kg) ein, 4 Probanden bekommen Placebo.

Der Endpunkt der Studie ist das Auftreten der Malariaparasiten im Blut. Dieses Malaria-Infektionsmodell am Menschen wurde am Tropeninstitut des Universitätsklinikums Tübingen entwickelt und stellt die einzige Methode dar, um die Wirkung eines Medikamentes oder eines Impfstoffes gegen Malaria schnell, zuverlässig und mit wenigen Probanden zu evaluieren. Die Ergebnisse der experimentellen Infektionsstudie sind ein wesentlicher Beitrag für die Beurteilung von Ivermectin als Mittel für die Malariakontrolle.

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