Krebs
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Erforschung der molekularen Grundlage des MIA-Proteins bei der Metastasierung im malignen Melanom

Institutionen: Ruhr-Universität Bochum und Universitätsklinikum Essen
Hauptantragsteller: Prof. Dr. Raphael Stoll und PD Dr. Iris Helfrich
Förderlinie:
Erst- und Zweitantragstellung
Proteinaufreinigung mittels FPLC

MIA (Melanom-inhibitorische Aktivität) ist ein extrazelluläres Protein, welches von malignen Melanomzellen stark exprimiert wird. Es spielt eine wichtige Rolle bei der Entstehung und Progression des Melanoms sowie dessen Metastasierung. Nach erfolgter Sekretion des MIA-Proteins in die extrazelluläre Matrix interagiert es mit den dort befindlichen Proteinen, wie z. B. dem Fibronektin (FN). Dadurch ermöglicht das MIA-Protein aktiv, das Ab- und Herauslösen von Zellen aus dem Gewebeverband der Haut und trägt somit zur Tumorzellinvasion und –migration bei. Von daher ist ein molekulares Verständnis dieses durch MIA vermittelten Prozesses von großer Bedeutung für die Entwicklung neuer Behandlungstherapien des malignen Melanoms, für das MIA ein vielversprechendes Zielprotein darstellt.

Wir beschreiben zum ersten Mal die Entdeckung niedermokelularer Substanzen, welche die Bildung des MIA-FN-Proteinkomplexes verhindern können, indem sie in eine neu entdeckte Kavität auf der Oberfläche des MIA-Protein binden. Diese Bindungstasche konnten wir durch strukturelle Untersuchungen im Rahmen eines fragment-basierten Screenings identifizieren. Unsere Ergebnisse können nun als Grundlage für zukünftige Medikamentenentwicklungen dienen, um effektive Behandlungsmethoden des Melanoms auf der Basis des MIA-Proteins zu entwickeln.