Die funktionellen und molekularen Mechanismen der Tachykardie-induzierten Kardiomyopathie

Förderbeginn
Institution: Klinik und Poliklinik für Innere Medizin II, Universitätsklinikum Regensburg, Franz-Josef-Strauß-Allee 11, 93053 Regensburg, Deutschland
Hauptantragsteller: Dr. med. Steffen Pabel
EKFS-Förderlinie: Erstantragstellung

Aktionspotentialmessung mittels Patch-Clamp Technik

Die Tachykardiomyopathie (TCM) bezeichnet eine Einschränkung der Herzfunktion, die durch zu hohe und/oder unregelmäßige Herzfrequenzen kausal bedingt ist. Aktuelle klinische Daten weisen darauf hin, dass die kausale Bedeutung von Herzrhythmusstörungen für die Entstehung einer Herzschwäche unterschätzt wird. Jedoch ist die Identifikation und damit die suffiziente Behandlung von Patienten mit TCM schwierig, da die Diagnose ex juvantibus gestellt wird und die (frühen) Mechanismen unverstanden sind. Dieses Vorhaben erforscht in humanen induzierten pluripotenten Stammzell-Kardiomyozyten die Mechanismen, die die kontraktile Dysfunktion bei persistierender Tachykardie vermitteln. Hierfür werden die elektrophysiologischen Mechanismen der TCM durch Aktionspotenzial- und Ionenstrommessungen sowie durch Untersuchungen der zellulären Ionen-Homöostase untersucht. Mittels NGS-Technik und der Erstellung von Genexpressionsprofilen sowie durch Proteinbiochemie sollen die zugrunde liegenden Targets identifiziert und hinsichtlich ihrer Regulation beurteilt werden. Da die TCM potentiell reversibel ist, ist die adäquate Behandlung der zugrunde liegenden Rhythmusstörung prognostisch bedeutsam.

Durch die Identifikation zugrundeliegender Mechanismen und möglicher Schlüsseltargets der TCM soll dieses Projekt somit neue translationale Ansätze zum besseren Management der TCM definieren.