Die Funktion von Atg16l1-abhängiger Autophagie in der Reparatur epithelialer DNA Schäden und der Einfluss auf intestinale Entzündung und Karzinogenese

Förderbeginn
Institution: Klinik für Innere Medizin I & Institut für klinische Molekularbiologie, Universitätsklinikum Schleswig Holstein, Campus Kiel
Hauptantragsteller: Dr. Konrad Aden
EKFS-Förderlinie: Erstantragstellung

Colitis bei Tieren mit Epithel-spezifischem Knockout des DNA-Reparaturgens RNaseH2b

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED) sind durch eine schubweise Entzündung des Gastrointestinaltrakts gekennzeichnet. Genomweite Assoziationsstudien haben das Autophagiegen Atg16l1 als genetischen Risikofaktor für die Entwicklung von CED beschrieben. Autophagie ist ein intrazellulärer Recyclingmechanismus, indem zelleigene Proteine unter Stressbedingungen (z. B. Entzündung, Nahrungskarenz) kannibalisiert d. h. verdaut werden. DNA Schäden entstehen bei Patienten mit CED im intestinalen Epithel als Folge von chronischen Entzündungen. Entstandene DNA-Schäden müssen durch zelleigene Reparaturmechanismen korrigiert werden, um daraus entstehende entzündliche Prozesse zu minimieren.

Welche Rolle die Atg16l1-abhängige Autophagie in diesem Kontext spielt, ist nicht verstanden. Ziel dieses Projekts ist es, an Hand von genetischen Mausmodellen, das Zusammenspiel von DNA Schäden und epithelialen Autophagiemechanismen zu untersuchen und damit ein tieferes molekulares Verständnis für die Entwicklung von chronisch entzündlichen Darmerkrankungen zu gewinnen.  

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