Das Haus im Wald

Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung (EKFS) eröffnete am 15. Mai 2024 das neue Arbeits- und Seminarhaus in Schmitten.
Landhaus von Eduard Fresenius um 1937

Die Stiftung hat das „Haus im Wald“ als Rückzugs- und Arbeitsort für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler neu errichtet. Der Neubau bietet Raum für kleinere Seminargruppen, eine temporäre Rückzugsmöglichkeit für Forschende und stellt eine Erinnerungsstätte für die Stifterin dar. 

Else Fernau, später Kröner, war der Taunusgemeinde und dem früheren Jagd- und Wochenendhaus ihres Ziehvaters Eduard Fresenius zeitlebens stark verbunden. Als Kind verbrachte sie einen Teil ihrer Ferienzeit in Schmitten. Als junge Frau erlebte sie dort das Kriegsende. Später machte sie gemeinsam mit ihren Kindern häufig Urlaub im Landhaus. Gegen Ende ihres Lebens wurde das Haus im Wald sogar ihr Wohnsitz.

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Image: Aus der Ruine im Wald soll wieder das Haus im Wald werden.

Tag der offenen Tür

Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung feierte am 15. Mai 2024 mit den Bürgerinnen und Bürgern Schmittens und allen Interessierten die Eröffnung des neuen Arbeits- und Seminarhauses in Schmitten. 

Alle Besucherinnen und Besucher waren eingeladen, die zwei Apartments zu besichtigen, in denen sich Forschende der Medizin zum Nachdenken und Arbeiten an Publikationen in die Stille des Schmittener Waldes zurückziehen können. Ein ganztägiges Programm bot jede Stunde im Seminarbereich des Hauses einen Programmpunkt u. a. zur Architektur und Nutzung des Hauses sowie über die Arbeit der Stiftung. 

Impressionen von der Eröffnung: 

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Weitere Informationen zum Bau:

Im Jahr 2018 wurde der Plan des Neubaus mit der neuen Nutzung der Gemeindeverwaltung Schmitten vorgestellt und führte zur Einleitung des Planverfahrens für einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan. Obwohl die Resonanz bei den Bürgerinnen und Bürgern Schmittens sehr positiv war, bildete sich eine Bürgerinitiative, deren Bedenken die Stiftung in mehreren Planschritten auszuräumen versucht hat. 

Die EKFS präsentierte am 31. August 2020 ein neues architektonisches Konzept und die Modifikation des Nutzungskonzepts für den Wiederaufbau des „Hauses im Wald“. Der neu entstandene Bebauungsentwurf berücksichtigte den gegenüber der Stiftung geäußerten Wunsch, das neue Haus stärker am Erscheinungsbild des ursprünglichen Wochenend- und Ferienhauses von Else Kröner auszurichten und die Gefährdung von Waldvögeln durch große Glasflächen zu vermeiden.

Die Gemeindevertreter haben in ihrer Sitzung vom 10. Februar 2021 über alle Fraktionsgrenzen hinweg einstimmig den Bebauungsplan verabschiedet.

Die Untere Bauaufsichtsbehörde des Hochtaunuskreises hat im Mai 2021 die Abbruchgenehmigung für die Ruine des Hauses erteilt. Der Abbruch erfolgte am 8. Juli 2021. Im Mai 2021 wurde seitens des Hochtaunuskreises dann auch die Baugenehmigung für den Neubau erteilt. Der vom BUND eingereichte Eilantrag gegen die erteilten Genehmigungen wurde am 7. Februar 2022 vom Verwaltungsgericht Frankfurt am Main abgelehnt, später dann auch die gegen die Ablehnung eingereichte Beschwerde vor dem Hessischen Verwaltungsgerichtshof Kassel. Der Baubeginn war im Sommer 2022. Dabei wurden zunächst die Versorgungsanlagen und -leitungen gebaut, danach das eigentliche Gebäude. Rund sieben Monate nach dem ersten Spatenstich wurde der Rohbau des Hauses im Wald beendet und der Dachstuhl aufgestellt. Diesen wichtigen Baufortschritt feierte die EKFS am 7. Dezember 2022 mit einem Richtfest und allen Mitwirkenden am Bauprojekt. Weitere Informationen hier. 

Die Fertigstellung des Neubaus erfolgte im Mai 2024.