Else Kröner Fresenius Stiftung

Pressemitteilung

Klinikpartnerschaften

Deutsches Know-how soll Epidemien in Entwicklungsländern vermeiden

Berlin, 28.09.2016 – Bun­des­ent­wick­lungs­mi­nis­ter Dr. Gerd Mül­ler hat heu­te ei­ne Part­ner­schafts­in­itia­ti­ve mit der größ­ten ge­mein­nüt­zi­gen deut­schen Stif­tung un­ter­zeich­net. Die El­se-Krö­ner-Fre­se­ni­us-Stif­tung (EKFS) und das Bun­des­ent­wick­lungs­mi­nis­te­ri­um wer­den mit der neu­en In­itia­ti­ve "Kli­nik­part­ner­schaf­ten – Part­ner stär­ken Ge­sund­heit" den Wis­sens­aus­tausch zwi­schen Ge­sund­heits­ein­rich­tun­gen in Deutsch­land und in Ent­wick­lungs- und Schwel­len­län­dern för­dern.

Mül­ler: "Im ver­gan­ge­nen Jahr sind fast drei Mil­lio­nen Kin­der un­ter fünf Jah­ren ge­stor­ben, weil sie kei­nen Zu­gang zu ein­fa­cher Ge­sund­heits­ver­sor­gung hat­ten. Vor al­lem in Ent­wick­lungs­län­dern fehlt es an Aus- und Wei­ter­bil­dungs­mög­lich­kei­ten für Ärz­te, Kran­ken­schwes­tern und Heb­am­men. Hier set­zen wir mit un­se­ren Kli­nik­part­ner­schaf­ten an und stel­len die Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit mit Hil­fe deut­scher Kli­ni­ken auf brei­te­re Fü­ße."

Das Bun­des­ent­wick­lungs­mi­nis­te­ri­um hat be­reits gu­te Er­fah­run­gen mit Part­ner­schaf­ten im Ge­sund­heits­be­reich ge­macht: So be­treut ei­ne in der eri­trei­schen Haupt­stadt As­ma­ra un­ter­stütz­te Ge­sund­heits­sta­ti­on je­des Jahr über 1.000 früh­ge­bo­re­ne Kin­der. In Tan­sa­nia hat Mi­nis­ter Mül­ler die­ses Jahr ei­ne Schu­le für Heb­am­men er­öff­net und in Äthio­pi­en un­ter­stützt das St.-Eli­sa­beth-Hos­pi­tal in Bo­chum die Fort­bil­dung von Haut­ärz­ten. Mit der neu­en För­der­li­nie in Zu­sam­men­ar­beit mit der EKFS wer­den die An­sät­ze ge­bün­delt und aus­ge­wei­tet.

Die neue Part­ner­schafts­in­itia­ti­ve deckt ei­ne Viel­zahl von mög­li­chen Ko­ope­ra­ti­ons­fel­dern ab: Von der Aus­bil­dung von Heb­am­men bis zu Hy­gie­ne­maß­nah­men zur Pa­ti­en­ten­si­cher­heit. Da­bei fließt Ex­per­ti­se zu Krank­heits­bil­dern, Be­hand­lungs­op­tio­nen, Tech­no­lo­gi­en oder Ab­läu­fen in bei­de Rich­tun­gen, so­dass die Part­ner so­wohl in den Ent­wick­lungs- und Schwel­len­län­dern als auch in Deutsch­land von der Kli­nik­part­ner­schaft pro­fi­tie­ren.

Der An­stoß für die Kli­nik­part­ner­schaft kam wäh­rend der ge­mein­sa­men Rei­se von Bun­des­ent­wick­lungs­mi­nis­ter Mül­ler und Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Grö­he in die west­afri­ka­ni­schen Ebo­la-Ge­bie­te im ver­gan­ge­nen Jahr. Leis­tungs­fä­hi­ge Ge­sund­heits­sys­te­me sind die bes­te Grund­la­ge, um In­fek­ti­ons­krank­hei­ten wie Ebo­la zu ver­hin­dern, aber auch nicht über­trag­ba­re, le­bens­be­droh­li­che Krank­hei­ten wie zum Bei­spiel Krebs ef­fi­zi­ent zu be­han­deln.

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zu den Kli­nik­part­ner­schaf­ten er­hal­ten Sie un­ter:

www.klinikpartnerschaften.de oder klinikpartnerschaften@giz.de.

 

 

Gerd Müller, CSU, Bundesentwicklungsminister, spricht bei der Vorstellung der Initiative Klinikpartnerschaften in der Hörsaalruine der Charité Berlin, 28.9.2016. Copyright: Michael Gottschalk/photothek.net
Gerd Müller, CSU, Bundesentwicklungsminister, und Carolin Kröner, Else Kröner-Fresenius-Stiftung, bei der Vorstellung der Initiative Klinikpartnerschaften in der Hörsaalruine der Charité Berlin, 28.9.2016.Copyright: Michael Gottschalk/photothek.net