Else Kröner-Fresenius-Stiftung fördert Lärmwirkungsforschung des Zentrums für Kardiologie der Universitätsmedizin Mainz

Seit mehreren Jahren wird vermutet, dass Lärm nicht nur die Nerven strapaziert sondern auch krank macht. Die Lärmforschung an der Universitätsmedizin Mainz hat in diesem Bereich große Fortschritte erzielt
Universitätsmedizin Mainz

Mainz/Bad Homburg v.d.H., 26. März 2018 - Seit mehreren Jahren wird vermutet, dass Lärm nicht nur die Nerven strapaziert sondern auch krank macht. Die Lärmforschung an der Universitätsmedizin Mainz hat in diesem Bereich große Fortschritte erzielt. So konnte die Arbeitsgruppe von Univ.-Prof. Dr. Thomas Münzel, Zentrum für Kardiologie, Kardiologie I nachweisen, dass insbesondere Fluglärm die Freisetzung von Stresshormonen fördert, den Blutdruck steigert und damit die Gefäßfunktion negativ beeinträchtigt. Unklar war bisher, inwieweit bereits bestehende Herzkreislauf-Risikofaktoren wie z.B. Bluthochdruck in ihren negativen Auswirkungen für die Gefäßfunktion durch Fluglärm sogar noch verstärkt werden.


Ein Antrag auf Forschungsförderung von Dr. Sebastian Steven aus der Arbeitsgruppe von Prof. Münzel bei der Else Kröner-Fresenius-Stiftung zu diesem Thema wurde jetzt angenommen. Das Projekt wird über einen Zeitraum von drei Jahren mit einer Summe von 230.000 € gefördert. „Das ist für uns ein extrem wichtiges Projekt, da wir herausfinden müssen, inwieweit Patienten, die bereits unter Bluthochdruck leiden, noch zusätzlich durch Fluglärm gesundheitlich gefährdet werden und welche Ursachen hierfür zugrunde liegen“, kommentiert Dr. Steven.


„Aktuell bekommen wir mehr und mehr Anerkennung für unsere Lärmwirkungsforschung, die in dieser Art nach wie vor weltweit einmalig ist“, ergänzt Prof. Münzel, Begründer der Lärmwirkungsforschung an der Universitätsmedizin. „Zudem haben wir noch eine unglaubliche Anzahl an neuen Befunden, sowohl bei klinischen und vorklinischen Untersuchungen, und werden hoffentlich auch bald die gesundheitlichen Auswirkungen von Lärm und Luftverschmutzung bei Teilnehmern der Gutenberg Gesundheitsstudie untersuchen können“, so Münzel weiter.


Die Lärmwirkungsforschung der Universitätsmedizin wird neben der Else Kröner-Fresenius-Stiftung auch durch die Boehringer Ingelheim Stiftung und durch die Stiftung Mainzer Herz unterstützt.

Kontakt:
Uni.-Prof. Dr. med. Thomas Münzel Universitätsmedizin Mainz Zentrum für Kardiologie, Kardiologie I
http://www.unimedizin-mainz.de/kardiologie-1/startseite/startseite.html
Telefon: (06131) 17 7250 
Telefax: (06131) 17 6615 
E-Mail: tmuenzel@uni-mainz.de
info@herzstiftung-mainzer-herz.de 
www.herzstiftung-mainzer-herz.de

Über die Stiftung Mainzer Herz
Jedes Jahr erleiden etwa 300.000 Menschen in Deutschland einen Herzinfarkt. Ungefähr 50.000 Menschen sterben daran. Bis 2050 rechnen die Experten mit einer Verdoppelung dieser Zahl, in erster Linie aufgrund der Zunahme des Übergewichtes und des vermehrten Entstehens von Diabetes mellitus. Aus diesem Grund hat die Stiftung Mainzer Herz im Jahr 2011 die Kinderakademie Gesundheit ins Leben gerufen. Hierzu werden 50 Schulklassen mit mehr als 1200 Schülern aus ganz Rheinland-Pfalz an die Universitätsmedizin eingeladen, um über vier Stunden in einem interaktiven vierstündigen Unterricht mehr darüber zu erfahren, warum Rauchen schädlich ist, warum man sich gesund ernähren und genügend bewegen muss. Die Funktion des Herz-Kreislaufs wird den Kindern mittels eines begehbaren Herzmodells und eines Herz-Kreislaufspiels spielerisch näher gebracht. Außerdem erlernen die Kinder Wiederbelebungsmaßnahmen. Die Stiftung engagiert sich auch in der Förderung von Projekten, die sich mit den gesundheitlichen Auswirkungen von Lärm und Feinstaub auf die Gesundheit beschäftigen. Im Jahr 2017 feierte die Stiftung ihr 10-jähriges Jubiläum.


Über die Else Kröner-Fresenius-Stiftung (EKFS) – Forschung fördern. Menschen helfen.
Die gemeinnützige Else Kröner-Fresenius-Stiftung widmet sich der Förderung medizinischer Forschung und unterstützt medizinisch-humanitäre Projekte. Die Stiftung wurde im Jahr 1983 von der Unternehmerin Else Kröner gegründet und zu ihrer Alleinerbin eingesetzt. Die EKFS bezieht nahezu alle ihre Einkünfte aus Dividenden des Gesundheitskonzerns Fresenius, dessen größte Aktionärin sie ist. Bis heute hat sie rund 1660 Projekte gefördert. Mit einem jährlichen Gesamtfördervolumen von aktuell über 40 Millionen Euro ist sie eine der größten Medizin fördernden Stiftungen Deutschlands. Weitere Informationen finden Sie unter: www.ekfs.de.