Else Kröner Fresenius Stiftung

Pressemitteilung

Neue Förderlinien der Else Kröner-Fresenius-Stiftung

Die Stiftung richtet die projektbezogene Forschungsförderung ab 1. Oktober 2014 auf Nachwuchsforscher sowie auf richtungsweisende Schlüsselprojekte aus.

Bad Homburg, den 24. Juli 2014 – Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung (EKFS) wird zum 1. Oktober 2014 ihre projektbezogene Forschungsförderung auf herausragende Nachwuchsforscher und auf wegweisende Schlüsselprojekte fokussieren. Bislang förderte die Stiftung Wissenschaftler aller Erfahrungsstufen sowie Forschungsprojekte aller Reife- und Risikograde im Bereich der medizinischen Forschung. Jetzt richtet die Stiftung ihr Hauptaugenmerk auf zwei besonders zukunftsorientierte, in den großen Förderprogrammen weniger stark berücksichtigte Felder.

 „Junge herausragende Nachwuchsforscher haben bei der EKFS immer schon eine besondere Rolle gespielt. Dieses Engagement werden wir mit einer spezifisch auf Erstantragsteller ausgerichteten Förderlinie weiter stärken. Einen zweiten, neuen  Schwerpunkt werden wir auf Schlüsselprojekte legen, die vielleicht relativ risikoreich aber richtungsweisend für bestimmte Forschungsgebiete sind“, sagt Dr. Susanne Schultz-Hector, Vorstandsmitglied der Else Kröner-Fresenius-Stiftung.

In einer von der EKFS kürzlich in Auftrag gegebenen Studie des Instituts Allensbach nehmen die Befragten die Finanzierungssituation der medizinischen Forschung in Deutschland insgesamt als zufriedenstellend wahr. Allerdings nannten die befragten Forscher Lücken in der Nachwuchsförderung sowie nicht ausreichende Fördermöglichkeiten für risikoreiche, potenziell bahnbrechende Projekte. An diesen Einschätzungen knüpft die Neuausrichtung der Projektförderung auf Erstantragsteller und Schlüsselprojekte unmittelbar an.

Projektförderung für Erstantragsteller
Erstantragsteller sind junge Wissenschaftler auf dem Weg zur wissenschaftlichen Selbstständigkeit. Sie haben zwar schon eigene Publikationen als Erstautoren vorzuweisen, aber noch keine größeren wettbewerblichen Drittmittel als Hauptantragsteller eingeworben. Auch bisher hat die EKFS sich in besonderem Maße um Erstantragsteller bemüht: Sie hat junge Antragsteller dabei unterstützt, aus einer originellen Forschungsidee einen für Gutachter nachvollziehbaren, soliden Forschungsantrag zu machen. In einer gezielt auf Erstantragsteller zugeschnittenen Ausschreibung will die Stiftung dieses Engagement nun verstärken.

Förderung von richtungsweisenden Schlüsselprojekten
Die Erforschung von z. B. pathogenetischen Mechanismen oder neuen Therapieansätzen verläuft meist in kleinen, kontinuierlich aufeinander aufbauenden Schritten. Gelegentlich kommt es jedoch zu einem Punkt, in dem eine entscheidende Richtungsweisung von einem Schlüsselprojekt abhängt. Dies kann der Nachweis eines bisher fehlenden Kausalzusammenhangs sein, ein „proof of principle“, aber auch die Widerlegung einer allgemein akzeptierten Theorie. Die Verifikation eines für die weitere Ausrichtung des Forschungsfeldes ganz entscheidenden Befunds kann Bestandteil eines Schlüsselprojekts sein. Es liegt im Wesen des Überschreitens bisher geltender Wissensgrenzen, dass sich solche bahnbrechenden Projekte häufig keinem Fachbereich oder keiner thematisch definierten Ausschreibung zuordnen lassen.
Die EKFS wendet im Jahr 2014 für die projektbezogene Forschungsförderung 15 Millionen Euro auf. Weitere 9,65 Millionen Euro werden spezifischen Ausschreibungen für die Förderung des medizinischen Nachwuchses gewidmet. Darüber hinaus unterstützt die Stiftung medizinisch-humanitäre Projekte vorwiegend in Entwicklungsländern mit ca. 3,5 Millionen Euro.

Einzelheiten zu den Ausschreibungen und Fristen unter www.ekfs.de


Über die Else Kröner-Fresenius-Stiftung

Die Stiftung wurde im Jahr 1983 von der Unternehmerin Else Kröner, geb. Fernau, gegründet und zu ihrer Alleinerbin eingesetzt. Die gemeinnützige Else Kröner-Fresenius Stiftung widmet sich der Förderung medizinischer Forschung und unterstützt außerdem medizinisch-humanitäre Hilfsprojekte. Die EKFS bezieht nahezu alle ihre Einkünfte aus Dividenden des Gesundheitskonzerns Fresenius, dessen größte Aktionärin sie ist. Die Stiftung fördert satzungsgemäß nur solche Forschungsaufgaben, deren Ergebnisse der Allgemeinheit zugänglich sind. Bis heute hat die Stiftung rund 1.200 Projekte mit einem Gesamtvolumen von ca. 180 Millionen Euro gefördert. (www.ekfs.de)

Kontakt
Dr. Ulrike Schneider
Leitung Stiftungskommunikation

Else Kröner-Fresenius-Stiftung
Postfach 1852
61352 Bad Homburg
Tel.: (06172) 897510
E-Mail: u.schneider[at]ekfs.de