Else Kröner Fresenius Stiftung

Pressemitteilung

Else Kröner Fresenius Preis 2017 an PHASE Austria

Engagement für Mutter-Kind-Gesundheit in Nepal gewürdigt

Preisträgerin Brita Pohl, Copyright: Inga Kjer/Photothek
v.l.: Parlamentarischer Staatssekretär Thomas Silberhorn, Horst Köhler Bundespräsident a.D., Preisträgerin Brita Pohl, Dr. Dieter Schenk, Vorsitzender des EKFS-Stiftungsrates, Dr. Carolin Kröner, EKFS-Stiftungsrätin, Thomas Honzen, Vorstand EKFS, Prof. Dr. Michael Göring, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Deutscher Stiftungen, Copyright: Inga Kjer/Photothek

 

Berlin/Bad Homburg, November 2017 – Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung (EKFS) verleiht den diesjährigen Else Kröner Fresenius Preis für Medizinische Entwicklungszusammenarbeit an den Verein PHASE Austria. Damit würdigt die EKFS das Programm des Vereins zur Verbesserung der medizinischen Versorgung von Müttern und Kindern in Westnepal.

Der mit 100.000 Euro dotierte Preis wurde in Berlin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) im Beisein des ehemaligen Bundespräsidenten Horst Köhler und des Vorstandsvorsitzenden des Bundesverbands Deutscher Stiftungen, Michael Göring, überreicht. „Mit seinem Engagement für eine bessere medizinische Betreuung von Müttern und Säuglingen in extrem abgelegenen Regionen Nepals leistet der Preisträger seit einem Jahrzehnt großartige Arbeit“, so der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Silberhorn anlässlich der Festveranstaltung.

PHASE entsendet in Nepal medizinische Mitarbeiterinnen, begleitet sie durch regelmäßige Supervision und verbessert zudem Ausstattung und Medikamentenangebot – alles mit einem deutlichen Fokus auf der Gesundheit von Frauen und Kindern. Obwohl die Himalaya-Region insgesamt in diesem Bereich Fortschritte gemacht hat, ist die Mütter- und Kindersterblichkeit im Nordwesten des Landes weiterhin sehr hoch.

„Die Mitarbeiter von PHASE Austria haben sich der Schaffung einer stabilen Gesundheitsversorgung für Mütter und Kinder in Nepal verschrieben. Und das verdient nicht nur Respekt und Achtung, sondern auch Unterstützung“, so Prof. Dr. Michael Göring in seiner Laudatio. „Die Zivilgesellschaft ist gefordert, sie muss Lösungen finden für die vielfältigen Herausforderungen der Gegenwart und der Zukunft“, so Göring weiter.

Noch weitaus appellativer dann die Festrede des Bundespräsidenten a.D. Horst Köhler zum Thema Afrikas Jugend im Aufbruch: die unterschätzte Menschheitsaufgabe: „Die gegenwärtige Zeit der Unruhe und des Konflikts in der Weltpolitik, die Debatten um Migration, Terrorismus, Demokratie usw., sie geben uns eine Vorahnung dessen, was die gigantischen demographischen Umbrüche für das globale Zusammenleben bedeuten – kulturell, ökonomisch, politisch“. Hier seien die Industrienationen gefragt, Zukunftsperspektiven für die afrikanische Jugend als eigene Aufgabe anzugehen, so Köhlers Auftrag.

Wie schwerwiegend das globale Ungleichgewicht gerade auf dem Gebiet der Gesundheit nach wie vor ist, verdeutlichte Dr. Carolin Kröner, Mitglied des Stiftungsrates der EKFS, anhand von Daten und Fakten. „Auch wenn die Kindersterblichkeit weltweit in den letzten 25 Jahren ungefähr um die Hälfte reduziert wurde, starben im Jahr 2015 noch jeden Tag 16.000 Kinder unter fünf Jahren an eigentlich trivialen, vermeidbaren Ursachen wie beispielsweise Durchfallerkrankungen“, so Kröner.

Die Stiftung prämiert seit mehreren Jahren besonders vorbildliche medizinisch-humanitäre Projekte in Entwicklungsländern, die sich durch ein hohes persönliches Engagement und eine nachhaltige Hilfe vor Ort auszeichnen. Der Preis, eine der renommiertesten in Deutschland verliehenen Auszeichnungen auf dem Gebiet der Entwicklungszusammenarbeit, ist großzügig budgetiert und wird unmittelbar für das Projekt verwendet, um im Sinne der Stifterin Else Kröner die Verbesserung der medizinischen Versorgung in den ärmsten Ländern der Welt nachhaltig auszubauen.


Notizen für die Redaktionen

Preis:               Else Kröner Fresenius Preis für Medizinische Entwicklungszusammenarbeit 2017

Preisträger:    Verein PHASE Austria – Practical Help Achieving Self Empowerment.
                        Praktische Unterstützung für nachhaltige Entwicklung Wien, Österreich

Projekt:           Programm zur Verbesserung der medizinischen Versorgung von Müttern und Kindern in
                        Mugu, Westnepal

 

Über die Else Kröner-Fresenius-Stiftung

Die Stiftung wurde im Jahr 1983 von der Unternehmerin Else Kröner gegründet und zu ihrer Alleinerbin eingesetzt. Die gemeinnützige Else Kröner-Fresenius-Stiftung widmet sich der Förderung medizinischer Forschung und unterstützt medizinisch-humanitäre Projekte. Die EKFS bezieht nahezu alle ihre Einkünfte aus Dividenden des Gesundheitskonzerns Fresenius, dessen größte Aktionärin sie ist. Die Stiftung fördert satzungsgemäß nur solche Forschungsaufgaben, deren Ergebnisse der Allgemeinheit zugänglich sind. Bis heute hat die Stiftung mehr als 1.650 Projekte mit einem Gesamtvolumen von rund 300 Millionen Euro gefördert. (www.ekfs.de)

 

Kontakt

Dr. Ulrike Schneider
Leitung Stiftungskommunikation

Else Kröner-Fresenius-Stiftung
Postfach 1852
61352 Bad Homburg

Tel.: (06172) 897510
E-Mail: u.schneider@ekfs.de