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Else Kröner-Forschungskolleg
für junge Ärztinnen und Ärzte
Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung fördert an den Universitätskliniken Bonn, Ulm und Würzburg drei fachübergreifende Forschungs- und Ausbildungsprogramme, die grundlegend für den medizinischen Fortschritt sind. Die ausgewählten Unikliniken erhalten Förderzusagen über jeweils rund eine Million Euro für drei Jahre.
Neues Strukturelement in der deutschen Hochschulmedizin
Nach einer bundesweiten Ausschreibung hat die Else Kröner-Fresenius-Stiftung aus 55 eingereichten Antragsskizzen in einem zweistufigen Verfahren die Forschungskollegs der Universitätskliniken Bonn, Ulm und Würzburg zur Förderung ausgewählt. Die Else Kröner-Forschungskollegs stellen ein neues Strukturelement in der deutschen Hochschulmedizin dar. Das Fördervolumen beträgt je Forschungskolleg rund eine Million Euro für drei Jahre. Bei positiver Zwischenbegutachtung kann sich eine zweite Förderphase anschließen.
Die Kollegs schaffen für hochqualifizierte junge Ärztinnen und Ärzte Freiräume für hervorragende Forschung. Sie bieten ein optimales Betreuungsumfeld und fördern gezielt den Aufbau eines eigenen Forschungsprofils bzw. einer eigenen Arbeitsgruppe. Wichtig für die Karriereplanung der Kollegiaten ist dabei die Integration des Programms in die klinische Weiterbildung.
Leitbild ist dabei der Clinician Scientist, der die Brücke zwischen grundlagenorientierter Forschung und klinischer Anwendung schlägt und so wichtige Voraussetzungen für die Medizin der Zukunft schafft.
Die aktuell ausgewählten Kollegs
Das geförderte Forschungskolleg an der Universität Bonn untersucht die Rolle der angeborenen Immunität für die chronische Fehlfunktion von Organen. An der Universität Ulm widmet sich das Forschungsprogramm dem Themenkomplex Stammzellen, Alterung und maligne Transformation (Umwandlung gesunder Zellen in Tumorzellen). Am Universitätsklinikum Würzburg vermittelt das Forschungskolleg „Immunkontrolle“ eine kliniknahe und wissenschaftsorientierte Ausbildung auf dem Gebiet der immunologischen Forschung. Alle drei Standorte bieten ein umfassendes Betreuungs- und Ausbildungsangebot für die Kollegiaten sowie eine individuelle Förderung ihrer wissenschaftlichen und klinischen Laufbahn.
In allen drei finanzierten Kollegs wird ein besonderes Augenmerk auf die individuelle Karriereförderung der Kollegiaten gelegt, um die wissenschaftliche Tätigkeit mit einem klaren beruflichen Ausblick zu verbinden. Neben mehrköpfigen wissenschaftlichen Betreuungskomitees stehen den Kollegiaten erfahrene Mentoren als Berater zur Verfügung. Durch eine internationale Ausschreibung sollen auch Spitzenbewerber aus dem Ausland für die Forschungskollegs gewonnen werden.