Else Kröner Fresenius Stiftung

Pressemitteilung

Else Kröner Fresenius Preis geht an Tropenpädiatrie in Tansania

Vergabe des Else Kröner Fresenius Preis für Medizinische Entwicklungszusammenarbeit / 24 Millionen Kinder brauchen ausgebildete Fachärzte

v.l. Parlamentarischer Staatssekretär Thomas Silberhorn,
Laudatorin Dr. Auma Obama, Preisträger Dr. Carsten Krüger,
Dr. Dieter Schenk, Vorsitzender des Stiftungsrates der EKFS.
Copyright: Thomas Köhler/photothek/EKFS

 

Berlin, Bad Homburg, 21. Oktober 2016 – Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung (EKFS) hat im Beisein von Staatssekretär Thomas Silberhorn und Dr. Auma Obama  den diesjährigen Preis für Medizinische Entwicklungszusammenarbeit an Dr. Carsten Krüger vergeben. „Der Preisträger leistet in Tansania mit seiner Gesellschaft für Tropenpädiatrie und Internationale Kindergesundheit seit vielen Jahren eine vorbildliche Arbeit“, so der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Silberhorn anlässlich der Festveranstaltung am Donnerstagabend im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Mittlerweile sind zwar große Erfolge in der Bekämpfung der Kindersterblichkeit bei Kindern unter fünf Jahren zu verzeichnen, doch sterben nach wie vor, besonders in Afrika, viele Kinder an vermeidbaren bzw. gut behandelbaren Krankheiten. „Neben anderen Faktoren ist der Mangel an qualifiziertem Personal in der Versorgung eine wesentliche Ursache für die hohe Sterblichkeit“, hob Dr. Auma Obama in ihrer Laudatio auf den Preisträger hervor. Tansania gehört mit 24 Millionen Kindern unverändert zu den am stärksten betroffenen Ländern Afrikas. Im Jahr 2005 gab es in ganz Tansania nur 56 Pädiater für über 17 Millionen Kinder unter 15 Jahren. Nicht so heute: Durch Dr. Krüger und sein Projektteam konnte eine pädiatrische Facharztausbildung in Tansania etabliert werden, durch die inzwischen jährlich vier bis sechs Pädiater ihre Weiterbildung mit einem Master of Medicine abschließen. Eine nachhaltige Hilfe für das Land, denn alle 25 bislang ausgebildeten Kinderärzte sind nach wie vor in Tansania tätig.

„Die Stiftung prämiert seit mehreren Jahren besonders vorbildliche medizinisch-humanitäre Projekte, die sich durch ein hohes persönliches Engagement und eine nachhaltige Hilfe vor Ort auszeichnen“, erläuterte Dr. Dieter Schenk, Vorsitzender des Stiftungsrates der Else Kröner-Fresenius-Stiftung. Der Preis, eine der größten in Deutschland verliehenen Auszeichnung auf dem Gebiet der Entwicklungszusammenarbeit, ist mit 100.000 Euro dotiert – Geld das unmittelbar für das Projekt verwendet wird, um im Sinne der Stifterin Else Kröner die Verbesserung der medizinischen Versorgung in den ärmsten Ländern auszubauen.

 

Notizen für die Redaktionen

Preis:             Else Kröner Fresenius Preis
                      für Medizinische Entwicklungszusammenarbeit 2016

Preisträger:   Dr. med. Carsten Krüger, Vorsitzender der Gesellschaft für Tropenpädiatrie
                      und Internationale Kindergesundheit e.V. (GTP), Ahlen

Projekt:          Pädiatrische Facharztausbildung in Tansania: Nachhaltige Senkung der
                       Kindersterblichkeit durch qualifiziertes Gesundheitspersonal 

 

Über die Else Kröner-Fresenius-Stiftung

Die Stiftung wurde im Jahr 1983 von der Unternehmerin Else Kröner gegründet und zu ihrer Alleinerbin eingesetzt. Die gemeinnützige Else Kröner-Fresenius-Stiftung widmet sich der Förderung medizinischer Forschung und unterstützt medizinisch-humanitäre Projekte. Die EKFS bezieht nahezu alle ihre Einkünfte aus Dividenden des Gesundheitskonzerns Fresenius, dessen größte Aktionärin sie ist. Die Stiftung fördert satzungsgemäß nur solche Forschungsaufgaben, deren Ergebnisse der Allgemeinheit zugänglich sind. Bis heute hat die Stiftung mehr als 1.450 Projekte mit einem Gesamtvolumen von rund 235 Millionen Euro gefördert. (www.ekfs.de)

 

Kontakt

Dr. Ulrike Schneider
Leitung Stiftungskommunikation

Else Kröner-Fresenius-Stiftung
Postfach 1852
61352 Bad Homburg

Tel.: (06172) 897510
E-Mail: u.schneider@ekfs.de