Else Kröner Fresenius Stiftung

Pressemitteilung

EKFS im Kampf gegen Ebola

Die Stiftung finanziert mit rund 500.000 Euro die Errichtung zweier großer Isolierstationen in der Hauptstadt Liberias. Dadurch kann das Medikamentenhilfswerk action medeor dringend benötigte Behandlungsplätze aufbauen.

Bad Homburg, den 12. September 2014 – In der derzeit weltweit schwersten Gesundheitskrise unterstützt die Else Kröner-Fresenius-Stiftung (EKFS) die Hilfsorganisationen im Kampf gegen den sich rasant ausbreitenden Ebola-Virus in Westafrika.

Die Stiftung entsendet über das Medikamentenhilfswerk action medeor bis Ende September zwei Isolierstationen mit insgesamt 44 dringend benötigten Behandlungsplätzen in die Hauptstadt Liberias, Monrovia. Zusätzlich wird umfassende Schutzausrüstung und Behandlungsmaterial zur Verfügung gestellt. In dem am stärksten von der Epidemie betroffenen Land halten die wenigen aktuell vorhandenen Isolier- und Behandlungsplätze dem derzeitigen Patientenandrang in keiner Art und Weise stand. Zudem steigt die Zahl der Verdachtsfälle und Neuinfektionen immer weiter an. Das liberianische Gesundheitsministerium bestätigt den akuten Handlungsbedarf und bittet um Unterstützung im Kampf gegen die Ebola-Epidemie, die sich sonst über die Landesgrenzen hinaus weiter ausbreiten wird.

„Angesichts dieser sehr ernsten weltweiten Gesundheitsgefährdung leistet die Stiftung im medizinisch-humanitären Bereich Soforthilfe“, erläutert Dr. med. Carolin Kröner, Beauftragte für humanitäre Projekte bei der Else Kröner-Fresenius-Stiftung. „Während sonst die Verbesserung der medizinischen Aus- und Weiterbildung in Entwicklungsländern im Mittelpunkt unserer Förderung steht, haben wir uns im akuten Kampf gegen die Ebola-Epidemie zu diesem wichtigen Schritt  entschlossen“, so Kröner weiter.

Durch die Hilfe der EKFS ist das Medikamentenhilfswerk action medeor nun in der Lage, zwei sehr gut ausgestattete Isolierstationen mit jeweils 22 Betten in Monrovia zu errichten. „Jeder Ebola-Fall, der isoliert werden kann, verhindert, dass sich noch mehr Menschen anstecken“, so Christoph Bonsmann, Vorstand von action medeor.

Die zur Auslieferung bereitstehenden Isolierstationen umfassen je ein Isolierzelt mit Schleuse, einen Arbeitsplatz für das medizinische Personal, 22 Behandlungsbetten, Sanitäranlagen mit Wasserfilter sowie eine Müllverbrennungseinheit. Entscheidend ist die direkte Trennung von Verdachtsfällen, von bestätigten Ebola-Patienten und von nichtinfizierten Menschen. Nur so kann eine weitere Ausbreitung des Virus in der Bevölkerung reduziert werden. Teil der Hilfslieferung ist zusätzlich auch ein intensives Training für das medizinische Personal vor Ort zum Aufbau und zur Inbetriebnahme der Isolierstationen.

Nach Angaben der WHO sind seit Ausbruch der jüngsten Ebola-Epidemie von den in Liberia gemeldeten 2.046 bestätigten oder mutmaßlichen Infektionsfällen bereits 1.224 Menschen gestorben (Stand 05.09.2014). Für die nächsten drei Wochen wird mit einer weiteren Zunahme der Infektionen und der Todesfälle gerechnet. Als Hauptursachen für die schnelle und grenzüberschreitende Ausbreitung gelten die  hohe Ansteckungsgefahr, die unzureichende medizinische Infrastruktur und Kapazität sowie die fehlende Aufklärung in der Bevölkerung über die Erkrankung.

Über die Else Kröner-Fresenius-Stiftung

Die Stiftung wurde im Jahr 1983 von der Unternehmerin Else Kröner, geb. Fernau, gegründet und zu ihrer Alleinerbin eingesetzt. Die gemeinnützige Else Kröner-Fresenius Stiftung widmet sich der Förderung medizinischer Forschung und unterstützt außerdem medizinisch-humanitäre Hilfsprojekte. Die EKFS bezieht nahezu alle ihre Einkünfte aus Dividenden des Gesundheitskonzerns Fresenius, dessen größte Aktionärin sie ist. Die Stiftung fördert satzungsgemäß nur solche Forschungsaufgaben, deren Ergebnisse der Allgemeinheit zugänglich sind. Bis heute hat die Stiftung rund 1.300 Projekte mit einem Gesamtvolumen von ca. 200 Millionen Euro gefördert. (www.ekfs.de)

Kontakt
Dr. Ulrike Schneider
Leitung Stiftungskommunikation

Else Kröner-Fresenius-Stiftung
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Tel.: (06172) 897510
E-Mail: u.schneider[at]ekfs.de