Else Kröner Fresenius Stiftung

2. EKFS-Workshop „Translational Masterclass“

EKFS fördert schnelle Umsetzung erfolgreicher wissenschaftlicher Projekte in die klinische Anwendung

Am 1. und 2. November 2016 fand in den Räumlichkeiten der Werner Reimers Stiftung in Bad Homburg v. d. H. der 2. Workshop „Translational Masterclass“ statt, der von der Else Kröner-Fresenius-Stiftung organisiert wird. Hintergrund ist das Bestreben der EKFS, im Rahmen eines neuen Fördermoduls vielversprechende wissenschaftliche Erkenntnisse weiter auf dem Weg zur klinischen Anwendung zu begleiten. Erfolgreiche Projekte sollen durch individuelle Maßnahmen so unterstützt werden, dass ein neues Produkt bzw. eine neue Therapie entwickelt und den Patienten schnellstmöglich zur Verfügung gestellt werden können.

Wie schon beim ersten Workshop vor einem Jahr hatten mit Dr. Axel Polack (General Partner des Joint Polish Investment Fund), Dr. Christian Stein (Geschäftsführer der Ascenion GmbH), Prof. Dr. Horst Domdey (BioM Biotech Cluster Development GmbH) und Rainer Baule (ehemaliger Vorstandsvorsitzender von Fresenius Kabi und Stiftungsratsmitglied der EKFS) ausgewiesene Experten für die Unterstützung und Finanzierung translatorischer Forschung ihre Teilnahme und Unterstützung der diesjährigen Veranstaltung zugesagt. Dr. Stein hielt am ersten Abend einen Übersichtsvortrag über Translatorik in Deutschland, wodurch alle Teilnehmer auf die Thematik eingestimmt wurden und diese im Anschluss beim Imbiss lebhaft diskutierten.

Am nächsten Tag wurden im Laufe des Workshops insgesamt acht Projekte vorgestellt, deren erfolgreiche Bearbeitung bereits in der Vergangenheit durch die EKFS unterstützt worden war und deren Ergebnisse vielversprechend für eine Translation in die Klinik erscheinen. In den Diskussionen zwischen den vortragenden Projektleitern und den anwesenden Experten sollte herausgearbeitet werden, wie die Umsetzung der Forschungsergebnisse konkret durch die EKFS gefördert werden könnte. Neben immer wieder aufkommenden Themen wie einer professionellen patentrechtlichen Beratung wies jedes Projekt auch einen sehr individuellen Bedarf an Unterstützung auf, der sich von den Erfordernissen anderer Projekte unterschied.

Die Möglichkeit, solche individuellen, an das jeweilige Projekt angepasste Fördermaßnahmen anbieten zu können gehört zu den Stärken des zukünftigen Translatorik-Moduls der EKFS. Im Vordergrund der Fördermaßnahmen steht ausschließlich das Anliegen, die Forschungsergebnisse in neue oder verbesserte Therapien für Patienten umzusetzen, unabhängig von einer möglichen wirtschaftlichen Verwertung.

Die Teilnehmer der 2. Translational Masterclass gaben ein durchweg positives Feedback über den Informationsgehalt der Veranstaltung. In absehbarer Zeit plant die Stiftung, ihre ersten Erfahrungen mit der Förderung translatorischer Projekte in konkrete Förderrichtlinien umzusetzen, die den Forschenden konkrete Vorgaben an die Hand geben soll, welche Art von Projekten mit welchen Maßnahmen seitens der EKFS zukünftig unterstützt werden können.

Impressionen

Thomas Honzen, Vorstandsmitglied der EKFS, begrüßt die Teilnehmer der 2. Translational Masterclass
Dr. Christian Stein, Geschäftsführer der Ascenion GmbH, während seiner Einführungsvortrages über Chancen und Risiken von Translatorik und Ausgründungen in Deutschland
Die Panelisten gaben ihren Rat an die vortragenden Projektleiter in lebhaften Diskussionen weiter. Von links nach rechts: Rainer Baule (Stiftungsratsmitglied EKFS und ehemaliger Vorstandsvorsitzender Fresenius Kabi), Dr. Christian Stein (Geschäftsführer Ascenion GmbH), Prof. Dr. Martin Zörnig (Georg-Speyer-Haus, EKFS), Prof. Dr. Horst Domdey (BioM Biotech Cluster Development GmbH), Dr. Axel Polack (General Partner des Joint Polish Investment Fund)
Gemeinsames Foto der vortragenden Projektleiter und Panelisten der 2. Translational Masterclass