Else Kröner Fresenius Stiftung

Else Kröner Fresenius Preis

für Medizinische Entwicklungszusammenarbeit

Der Else Kröner Fresenius Preis für Medizinische Entwicklungszusammenarbeit würdigt Projekte, die direkt und nachhaltig der Verbesserung der medizinischen Versorgung in Entwicklungsländern dienen. Der Preis ist mit 100.000 Euro dotiert.

Die Preisverleihung findet am 20. Oktober 2016 im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) statt, im Beisein von:

Auma Obama, Stiftung Sauti Kuu, als Laudatorin,

Thomas Silberhorn, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, als Vertreter der Bundesregierung.


Interessierte Projektleiter konnten bis zum 10.04.2016 medizinische Projekte aus dem humanitären Bereich und der Entwicklungszusammenarbeit einreichen, die

  • der Verbesserung der medizinischen Ausbildung oder der Patientenversorgung in Entwicklungsländern dienen,
  • vor mindestens einem Jahr begonnen wurden und noch mindestens für ein Jahr fortgeführt werden,
  • bisher nicht von der Else Kröner-Fresenius-Stiftung gefördert wurden.

Preisträger 2014

  • Prof. Dr. M. Bajbouj, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Charité Berlin, Traumatherapie für syrische Flüchtlinge
  • Prof. Dr. D. Häussinger, Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie, Universität Düsseldorf, Gründung eines Instituts zur Prävention und Behandlung von Infektionskrankheiten in der Arsi Region, Äthiopien
  • M. Aufmuth, Ein Dollar Brille e.V., Erlangen, Ein Dollar Brille – Hilfe für 150 Millionen Menschen
  • Dr. A. Kiefer, Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe, Klinikum Eichsfeld, Kleinbartloff, Etablierung einer urogynäkologischen und gynäko-onkologischen Subspezialisierung auf der Basis einer erfolgreich eingeführten Facharztweiterbildung in der Peripherie Äthiopiens

Ein 2014 ausgezeichnetes Projekt:

Charité-Universitätsmedizin, Berlin – Traumatherapie für syrische Flüchtlinge

Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) registriert in Jordanien 600.000 Flüchtlinge des syrischen Bürgerkrieges, bei sechs Millionen Einwohnern in Jordanien insgesamt. Etwa jeder vierte benötigt aufgrund von Kriegstraumatisierungen eine psychologisch-psychiatrische Behandlung, trifft aber auf ein überlastetes Gesundheitssystem, in dem es an Therapeuten mangelt. Prof. Malek Bajbouj hat im Sommer 2013 das sogenannte Balsam-Projekt initiiert, das als Plattform für die Ausbildung jordanischer und syrischer Trauma-Therapeuten dient. Regelmäßig reisen Experten der Charité  nach Jordanien. Bislang konnten so 73 Psychologen, Psychiater und Allgemeinmediziner ausgebildet werden, die nun selbst in Flüchtlingslagern und Gesundheitszentren Kinder und Erwachsene mit schweren posttraumatischen Belastungsstörungen behandeln.