Else Kröner Fresenius Stiftung

Else Kröner-Fresenius-Förderinitiative für medizinische Spitzenforscher aus dem Ausland

Eine Zusammenarbeit mit der German Scholars Organisation

 v. l.: Prof. Schulze, Prof. Streeck, Prof. Tabatabai, Prof. Münsterer, Prof. Kätzel

Seit 2013 konnte die Berufung von fünf medizinischen Spitzenforschern aus dem Ausland ermöglicht werden.

Exzellente Wissenschaft lebt von den besten Köpfen und von immer neuen Ideen. Jeder, der im Rahmen der Förderkooperation berufenen Professoren, bringt eine einzigartige Kenntnis, Fähigkeit oder Technologie mit, die das neue Forschungsumfeld weit über die unmittelbar eigenen Forschungsarbeiten befruchten wird. Mit Hilfe des Kooperationsprogramms mit der GSO, für das die Stiftung insgesamt 1,5 Mio. Euro zur Verfügung gestellt hat, konnten notwendigen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Berufung geschaffen werden und fünf innovative Forschungsinitiativen angestoßen werden.

Die fünf geförderten Professorinnen und Professoren:

Prof. Dr. Dr. Ghazaleh Tabatabai: Von der Schweiz nach Deutschland
Die 41-jährige Neurologin und Neuroonkologin ist die erste Rückkehrerin, die im Rahmen der gemeinsamen Initiative von EKFS und GSO gefördert wurde. Im Mai 2014 wurde Ghazaleh Tabatabai an die Universität Tübingen berufen und leitet seitdem am Universitätsklinikum Tübingen die interdisziplinäre Sektion für Neuroonkologie. Wie so viele Medizinerinnen und Mediziner hatte sie nach Ende ihrer Ausbildung den Weg in die Schweiz gewählt. Dort war sie zuletzt am Universitätsspital Zürich tätig. Schwerpunkt ihrer Forschung ist die Entwicklung zielgerichteter Therapien gegen Hirntumore.

Prof. Dr. Oliver Muensterer: Vom Hudson River an den Rhein
Bereits vor einem Jahr hat der 46-jährige Deutsch-Kanadier seine bisherige Wirkungsstätte am New York Medical College in den USA aufgegeben und die Leitung der Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie an der Universität Mainz übernommen. Nach Promotion und Habilitation an der LMU München hatte Oliver Muensterer Deutschland im Jahr 2008 verlassen. Er ist Experte auf dem Gebiet der „Schlüsselloch-chirurgie“ und will die Möglichkeiten dieses minimal-invasiven Ansatzes für die Mainzer Kinderchirurgie weiter ausbauen.

Prof. Dr. Hendrik Streeck: Von der US-Hauptstadt in den Ruhrpott
Der 38-jährige AIDS-Forscher war seit 2006 in den USA tätig, u.a. an der Harvard Medical School, der Johns Hopkins University und zuletzt am Walter Reed Army Institute of Research, als Chef der Immunologie am U.S. Military Research Program. Im Frühjahr 2015 verließ er die US-Hauptstadt und folgte einem Ruf an die Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-Essen. Der Fokus seiner Arbeit liegt auf der HIV-Forschung. Zusammen mit internationalen Partnern arbeitet Streeck an neuen Therapieansätzen und -methoden und nicht zuletzt an der Entwicklung eines Impfstoffes.

Prof. Dr. Dennis Kätzel: Von Oxford auf den Ulmer Eselsberg
Der Neurophysiologe, der bislang an der University of Oxford und am University College London in Großbritannien tätig war, forscht ab dem Wintersemester 2015/16 an der Universität Ulm. Dennis Kätzel (33) widmet sich vor allem der Erkrankung Schizophrenie, die so gut wie alle Hirnbereiche beeinflusst. Dabei setzt er auf die innovative Methode der Optogenetik. In Ulm wird Dennis Kätzel, der seine Methodenkenntnisse in weltweit führenden Optogenetik-Laboren in Stanford, Yale, am MIT und eben in Oxford erworben hat, ein elektrophysiologisches und verhaltensbiologisches Labor aufbauen.

Prof. Dr. P. Christian Schulze: Von New York nach Jena
Als Experte für die Therapie bei Herzinsuffizienz hat sich Christian Schulze an der Harvard University in Boston und zuletzt an der Columbia University in New York ein internationales Renommee erarbeitet. Jetzt folgt der 43-jährige gebürtige Sachse, der Deutschland im Jahr 2001 verlassen hatte, einem Ruf nach Jena und besetzt ab dem Wintersemester 2015/16 den Lehrstuhl für Kardiologie am Universitätsklinikum Jena.

Die Förderinitiative

Die „Förderinitiative für medizinische Spitzenforscher aus dem Ausland“ der Else Kröner-Fresenius-Stiftung (EKFS) und der German Scholars Organization e.V. (GSO) will medizinische Fakultäten in Deutschland bei der Berufung von hochkarätigen Professorinnen und Professoren aus dem Ausland unterstützen. Die Forscher sollen ihr international erworbenes Wissen und ihre Erfahrungen als „Brückenbauer“ zwischen Forschung und Klinik an Deutschlands Universitäten einsetzen und damit den Fortschritt der klinisch orientierten medizinischen Forschung in Deutschland weiter vorantreiben.

Die im Rahmen dieser Initiative geförderten Berufungen von herausragenden Medizinern werden mit bis zu 250.000 Euro je Professur unterstützt. Entscheidend ist, dass die jeweilige Universität die Mittel flexibel verwenden kann, um den Bedürfnissen des jeweiligen Kandidaten zu entsprechen und ihnen ein konkurrenzfähiges Berufungsangebot vorlegen zu können.

Träger der Förderinitiative sind die Else Kröner-Fresenius-Stiftung mit Sitz in Bad Homburg und die German Scholars Organization e.V. mit Sitz in Berlin. Die EKFS stellt für die Initiative eine Fördersumme von insgesamt 1,5 Millionen Euro zur Verfügung. Für die Durchführung des Programms zeichnet die GSO verantwortlich. Weitere Informationen unter: www.gsonet.org/ekfs

Über die Else Kröner-Fresenius-Stiftung

Medizinischen Fortschritt fördern und Menschen in Not medizinisch helfen – das waren die Antriebskräfte von Else Kröner. Aus der Frankfurter Hirsch-Apotheke und einem kleineren pharmazeutischen Betrieb baute die Unternehmerin und Stifterin das weltweit tätige Gesundheitsunternehmen Fresenius auf. Als Else Kröner am 5. Juni 1988 verstarb, ging ihr Vermögen auf die von ihr 1983 gegründete gemeinnützige Else Kröner-Fresenius-Stiftung über. Die EKFS dient der medizinischen Forschung und unterstützt medizinisch-humanitäre Projekte. Bis heute hat die Stiftung rund 1.300 Projekte mit einem Gesamtvolumen von ca. 200 Millionen Euro gefördert. Weitere Informationen unter www.ekfs.de.

Über die German Scholars Organization e.V. (GSO)

Zentrales Anliegen der GSO ist es, deutsche Akademiker, die im Ausland leben und arbeiten, für eine Tätigkeit in Deutschland zurückzugewinnen. Die GSO wurde 2003 als gemeinnütziger Verein von deutschen Wissenschaftlern und Unternehmensvertretern gegründet. Sie vernetzt deutsche Spitzenkräfte in aller Welt miteinander und unterstützt sie bei der Stellensuche in Deutschland. Gleichzeitig ermöglicht sie deutschen Arbeitgebern den Zugang zu dieser attraktiven Zielgruppe. Damit stärkt die GSO die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Hochschulen und Unternehmen und trägt dazu bei, dass Deutschland das Land der Ideen bleibt. Weitere Informationen unter www.gsonet.org.

Pressekontakt

Else Kröner-Fresenius-Stiftung

Dr. Ulrike Schneider
Leitung Stiftungskommunikation
Tel: +49 (0) 6172 8975 20
u.schneider@ekfs.de

German Scholars Organization e.V.

Dr. Sabine Jung
Geschäftsführerin
Tel.: +49 (0) 30 2062 8767

jung@gsonet.org